eKommMed NRW
OER-E-Learning-Ressourcen für eine kompetenzorientierte Kommunikationsausbildung im Gesundheitswesen
Im Projekt eKommMed.nrw werden OER-E-Learning-Ressourcen für eine kompetenzorientierte Kommunikationsausbildung im Gesundheitswesen bereitgestellt. Die multimedialen und interaktiven Lehr-/ Lernangebote basieren auf der gebündelten Expertise von sieben Medizinischen Fakultäten des KommMed.NRW-Netzwerks.
Beteiligte Teams: Universität Bielefeld, Ruhr-Universität Bochum, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universität zu Köln und Universität Münster unter Einbeziehung aller KommMed.NRW-Netzwerkpartner*innen.
Konsortialführung: Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Sven Benson, Dipl.-Psychologe, MME)
OER-Materialien
Unsere Angebote können sowohl in ILIAS als auch in Moodle genutzt werden.
Begleitmodul "Struktur und Sprache"
Techniken zur Gesprächsstrukturierung und
-führung, Feedback und laienverständlicher Sprache
Begleitmodul "Emotion und Beziehung"
Grundlagen der Kommunikation, Umgang mit Emotionen, vertrauensvoller Beziehungsaufbau und professionelle Beziehungsgestaltung
Begleitmodul "Diversitätssensible Kommunikation"
Diversitätssensibel kommunizieren, Zusammenarbeit mit Dolmetschenden, Umgang mit Scham
Anwendungsmodul "Anamnesegespräche"
Informationssammlung, Befunderhebung
Anwendungsmodul "Überbringen schlechter Nachrichten"
Mitteilung schwerwiegender Diagnosen
Anwendungsmodul "Interprofessionelle Kommunikation"
Grundlagen interprofessioneller Teamarbeit und -kommunikation, Soziale Normen, Hierarchie, Strukturierte Übergabe, Team Resource Management
Anwendungsmodul "Telemedizinische Kommunikation"
Ärztliche Gespräche über Internetmedien führen
Die Methodik
Als Rahmenmodell für die Entwicklung und Strukturierung der Module dient der Calgary-Cambridge-Guide (CCG).
Die Modulinhalte umfassen zentrale kommunikative und soziale Kompetenzen, die den Lernzielen des NKLM zugeordnet werden können und sich an Patient*innenschilderungen orientieren.
In den Begleitmodulen (BM) werden grundlegende und vertiefende Kommunikationskompetenzen behandelt, die in den Anwendungsmodulen (AM) in Gesprächssituationen des medizinischen Alltags eingesetzt werden sollen.
Die Angebote sind printfähig als auch multimedial Materialien gestaltet (Podcasts, Subject-Matter-Expert (SME)-Interviews). Zudem werden interaktive Videosequenzen bereitgestellt, die ärztliche Gesprächssituationen simulieren und individualisierte Gesprächsverläufe in Abhängigkeit der gefällten Entscheidung der Lernenden ermöglichen.
Die Bereitstellung der Materialien erfolgt nach der Creative Common Lizenz CC-BY-SA 4.0.
Die Materialbausteine können in den Learning Management Systemen (Ilias, Moodle) genutzt und über die OER-Content-Plattform ORCA.nrw abgerufen werden.
Die Projektteams
Universität Bielefeld: Struktur und Sprache
Das Projektteam Bielefeld beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen ärztlicher Kommunikation sowie den Themen „Gesprächsstrukturierung“ und „laienverständliche Kommunikation“. Die Ausarbeitung des Basismoduls zu den theoretischen Grundlagen findet gemeinsam mit dem Projektteam aus Bonn statt. Hier wird neben relevanten Kommunikationstheorien und -modellen auch die Relevanz von Kommunikation im ärztlichen Handeln thematisiert. Die Bielefelder Module „Gesprächsstrukturierung“ und „laienverständliche Kommunikation“ setzen Schwerpunkte auf konkrete Umsetzungsstrategien in Gesprächssituationen. Dazu werden digitale Lehr- und Lern-Materialien in Form von z.B. Videos, Podcasts und interaktiven Übungen zur Verfügung gestellt.
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Team:
Struktur und Sprache
Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Hornberg
Projektmitarbeiter*innen: Dr. Anja Bittner, Dr. Anna Lena Uerpmann, Janina von Schlippe
Ruhr-Universität Bochum: Telemedizinische Kommunikation
Das Projektteam Bochum erstellt digitale Lehr-/Lern-Angebote zum Thema Telemedizinische Kommunikation. Telemedizin als digitale Ergänzung zur ärztlichen Tätigkeit hat seit der COVID-19 Pandemie stark an Bedeutung zugenommen. Formate wie die Videosprechstunde sind im Versorgungsalltag etabliert [1]. Telemedizinische Konsultationen zeigen Veränderungen in der Ärzt*in-Patient*in-Kommunikation, wie eine verstärkte Gesprächsdominanz der Ärzt*innen oder ein vermindertes Thematisieren Lifestyle-assoziierter Probleme [2]. Der Schwerpunkt des Anwendungsmoduls liegt daher auf der praktischen Durchführung von Videosprechstunden mit interaktiver Entwicklung eines Leitfadens sowie dem Umgang mit Herausforderungen und Störungen während einer solchen Sprechstunde. Ziel ist es, Studierenden Chancen und Risiken telemedizinischer Anwendungen nahe zu bringen und sie für die Besonderheiten der telemedizinischen Kommunikation zu sensibilisieren.
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Team:
Telemedizinische Kommunikation
Projektleitung: Prof. Dr. Horst Christian Vollmar, MPH
Projektmitarbeiter*innen: Dr. Barbara Woestmann, MME, Flora-Marie Hegerath, Djamil Salama, Berivan Güzel
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn: Emotion und Beziehung
Das eKommMed.nrw Begleitmodul 2 (BM2) "Emotion und Beziehung" fokussiert das Thema: „Vertrauensvoller Beziehungsaufbau und professionelle Beziehungsgestaltung“ im Gesundheitsbereich mit Lehr-/Lernmaterialien zu Grundlagen der Kommunikation und relevanten Aspekten der Beziehungsgestaltung, u.a.: Humanistische Haltung, Aktives Zuhören, nonverbale, verbale & paraverbale Aspekte, Emotion (inkl. NURSE-Modell), Beziehungsmodelle, Einflussfaktoren, Rollen und professionelle Identitätsentwicklung.
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Team:
Emotion und Beziehung
Projektleitung: Prof. Dr. Tobias Raupach, MME
Projektmitarbeiter*innen: Dhruv Khattar (standortübergreifend), Dr. Jennifer Willms (standortübergreifend), Jannika Ewald, PD Dr. Sarah Rembold-Lierz, Nico Raichle (Projektlotse), Daniela Mauer (Projektlotsin)
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Überbringen schlechter Nachrichten
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Team:
Überbringen schlechter Nachrichten
Projektleitung: Prof. Dr. Ulrich Decking, Dr. André Karger, MME
Projektmitarbeiter*innen:Judith Lanfermann, Sonja Simmes
Universität Duisburg-Essen: Interprofessionelle Kommunikation
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Team:
Interprofessionelle Kommunikation
Projektleitung: Prof. Dr. Sven Benson, MME, Prof. Dr. Katja Kölkebeck, MME
Projektmitarbeiter*innen: Mareike Skrabar, Birte Eickhoff, Dr. Tina Hörbelt-Grünheidt
Universität zu Köln: Anamnesegespräche
Der Standort Köln erstellt multimediale Lehr-/Lern-Materialien zu den biopsychosozialen Kommunikationskompetenzen der ärztlichen Gesprächsführung im Anamnesegespräch. Das Modul wird eine Einführung in die Grundlagen der ärztlichen Gesprächsführung enthalten sowie praxisnahe Angebote zum gezielten Einsatz von erfolgreichen Kommunikationsstrategien, auch in emotional herausfordernden klinischen Kontexten und Konstellationen [1][2]. Dadurch sollen Studierende der Medizin und weiterer Gesundheitsberufe frühzeitig in der Ausbildung Kompetenzen erwerben, um im Anamnesegespräch eine professionelle und patient*in-zentrierte Gesprächsführung, unter Berücksichtigung der spezifischen Gesprächstypen und Gesprächsphasen, anzuwenden und so dazu beitragen eine vertrauensvolle, stabile Ärzt*in-Patient*in-Beziehung zu gestalten [2].
[1] Armin Koerfer, Christian Albus (Hg): Kommunikative Kompetenz in der Medizin: Ein Lehrbuch zur Theorie, Didaktik, Praxis und Evaluation der ärztlichen Gesprächsführung, Göttingen, 2018: Verlag für Gesprächsforschung 2018 http://www.verlag- gespraechsforschung.de ISBN 978 - 3 -936656 - 71 - 8.
[2] Medizinischer Fakultätentag der Bundesrepublik Deutschland e. V., Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin (NKLM), Berlin 2021. URL: http://www.nklm.de (letzter Aufruf, 22.02.2023).
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Team:
Projektleitung: Prof. Dr. Christian Albus
Projektmitarbeiter*innen: Dr. Rainer Weber, Dr. Christoph Stosch, MME, Nicolas-Alexander Seiffert
Universität Münster: Diversitätssensible Kommunikation
Das Projektteam Münster erarbeitet im Rahmen des Projekts Materialien zum Thema diversitätssensible Kommunikation und setzt sich mit Einflüssen von Herkunft, Geschlecht, Religion, körperlicher/geistiger Verfassung, Sexualität, Alter etc. [1] auf die Ärzt*in-Patient*in-Kommunikation und das ärztliche Handeln auseinander. Ziel des Moduls ist die Förderung von Sensibilität und Reflexion sowie das Erlernen von professionellen Umgangsformen für medizinisches Personal. Jenseits der horizontalen Merkmale von sozialer Ungleichheit (z.B. Alter, Geschlecht) soll dabei auch die vertikale Ebene, also u.a. Machtpositionen und sozioökonomische Voraussetzungen [2] sowie multiplikative Effekte [3] beleuchtet werden.
[1] Krell, Gertraude/Riedmüller, Barbara/Sieben, Barbara/Vinz, Dagmar (2007): Diversity Studies – Grundlagen und disziplinäre Ansätze. Frankfurt a.M.: Campus Verlag.
[2] Mielck, Andreas (2005): Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Bern: Huber.
[3] Carter, Robert T. (2007): Racism and Psychological and Emotional Injury Recognizing and Assessing Race-Based Traumatic Stress. In: The Counseling Psychologist 35. S. 13–105.
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Team:
Dr. Bernhard Marschall
Projektteam: Juliane Schopf, Janina Sensmeier
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